Habt ihr euch auch schon gefragt, warum es immer wieder diese Zauberwesen auf Festivals gibt, die nicht wie 3 Tage Schlamm, Staub und mangelnde Körperpflege aussehen? Mit ein paar Tipps kann man seine Festivalgarderobe schick und praktisch gestalten.
Zu allererst sollte man sich eine Sache vor Augen halten: Auf einem Festivalgelände sind Modesünden erlaubt und sogar beliebt, die anderweitig nur in Extremsituationen erlaubt sind. Denn ein Festival ist eine Extremsituation.
Schuhe
Sandalen und Stöckelschuhe, ja selbst winzige Absätze sind in allen Fällen eine schlechte Idee, da Schlamm oder Staub das Gehen erschweren werden, gerade bei Schlamm sollte man auch daran denken, dass die Herren der Schöpfung gerne überall hin strullern, so dass die Schlammpfützen nicht wirklich sanitär sind. Das möchte man nicht mit Sandalen austesten.
Viel besser sind dagegen bequeme Chucks oder andere Turnschuhe, wenn es relativ warm und der Boden fest ist, oder aber feste Stiefel, die helfen auch, die Füße zu schützen, wenn man sich plötzlich mitten im Moshpit wieder findet. Wessen Wetterbericht also Regen ansagt, der darf ohne Scham seine Gummistiefel einpacken, wer dazu einen farblich passenden Wachsmantel besitzt, der ist eigentlich komplett eingedeckt, da man bei starkem Regen sowieso nicht in anderen Kleidungsstücken zu sehen sein wird.
Beinbekleidung
Eine Hose ist immer praktischer als ein Kleid oder Rock, da man sich damit auch überall hinfläzen kann, ohne dass man ständig aufpassen muss, ob irgendwas verrutscht ist. Besonders Röhrenjeans machen die bereits erwähnten Gummistiefel frech und außerdem wird man dann nicht ständig von den Securitys abgetastet, weil sie keine Geheimnisse verbergen können. Zu vermeiden sind überlange, weite Hosen, da sonst die Gefahr besteht, dass ständig jemand auf den Saum tritt.
Oberteil
„more is less” gilt nicht nur, weil ein einfaches T-Shirt (ob ein Band-Shirt, Comicdruck oder ein simples, weißes T-Shirt - das aber nicht lange weiß bleiben wird) nicht nur gut aussieht, sondern auch Platz für Unterschriften der Bands bietet - sollte es so weit kommen - und zudem auch noch leicht zu kombinieren ist, denn bei den meisten Festivals wird es nach einem heißen Tag sehr schnell kalt. Eine einfache Kapuzenjacke, bzw. ein weiter, gemütlicher Pulli eignen sich da besonders gut, unter den Pulli kann man dann auch noch alles anziehen, was man sonst so in der Tasche hat, nur für den Fall, dass es im Zelt zu sehr fröstelt.
Accessoires
Lange Ketten und Ohrringe, sowie locker sitzende Ringe seien niemandem empfohlen, da es in der Masse vor der Bühne schnell einmal unangenehm werden kann, nicht dass sie einem den Schmuck oder die Accessoires vom Leib reißen, aber in der Hitze des Gefechts gibt es Opfer und wer möchte seinen Ring zwischen hundert tanzenden Füßen suchen? Niemand.
Das perfekte Accessoire ist das Halstuch, das gegebenenfalls in eine Umhängetasche verwandelt werden kann, als Kopftuch gegen die Sonne schützt und sogar modisch als Gürtel umgewandelt werden kann, sollte es zu warm werden. Was will man mehr?
Gürteltasche
Besonders, wenn der Zeltplatz weiter weg ist und man nicht ständig hin und her rennen möchte, ist eine Gürteltasche Gold wert, da man dort die wichtigsten Dinge verstauen kann, sie relativ Diebessicher am Körper trägt und - im Gegensatz zum Rucksack oder der Umhängetasche - auch nicht so viele Probleme damit hat, durch eine eng stehende Menschenmasse hindurch zu drängeln.
Extravaganz
Klingt alles sehr simpel und natürlich will man auch auffallen, aber das kann man auch mit einem kecken T-Shirt oder einer knallig bunten Röhrenjeans, sowie den gepriesenen Gummistiefeln. Für teure Abendmode ist ein Festival allerdings nicht geeignet und auch alles, was unbequem oder zu locker sitzt, hindert eher am Spaß, da man es zwischen tausenden von Leuten sowieso schon unbequem genug hat.